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Wichtig !!

Sie können sich gerne Ihre Favoritin, bzw. Ihren Favoriten aussuchen.
Damit Sie jedoch ein Tier von uns vermittelt bekommen, müssen Sie
natürlich bei uns vorbei kommen und sich einige Zeit mit diesem beschäftigen. Außerdem prüfen wir genauestens, ob es unser Schützling bei Ihnen gut hat und ob er artgerecht gehalten werden kann. Außerdem müssen Sie anschließend auch mit Besuchen eines unserer Mitarbeiter rechnen, der dies kontrolliert. Eine Verpflichtung unsererseits, ein Tier zu vermitteln, besteht nicht.



Warum ist die Türe zu unseren Hunden verschlossen?

Dies ist keine unberechtigte Frage!

Nachdem allgemein die Menschen glauben, im Tierheim gäbe es nur "gestörte Tiere", wollen wir das Unsere dazu beitragen, dass das nicht so ist, und dass das Leben unserer Hunde im Tierheim in Ruhe abläuft. Wir haben uns viele Gedanken gemacht und sind aus folgenden Gründen zu unserem Entschluss gekommen.

Es ist doch so, dass jeder Hund, der aus seiner gewohnten Umgebung gerissen wird, unter Stress steht. Der Hund hat eine Umgewöhnungsphase zu überwinden, die wir nicht imstande sind, nachzuvollziehen. Die Tiere kommen ahnungslos hier an, sitzen stumm in einer Ecke, starren zitternd vor sich hin, verweigern jegliches Futter und sind einfach nur noch traurig. Sie verstehen die Welt nicht mehr! Man kann nicht zu ihnen, um sie zu trösten - in ihrer wahnsinnigen Angst schnappen sie nach allem, was ihnen in die Nähe kommt. Sie sind schlicht und einfach untröstlich.

Die anderen Hunde führen ihr ungeliebtes Zwingerleben und ergeben sich langsam ihrem Schicksal. Dass diese Hunde nun glücklicher sind, als der "Neuankömmling", das kann man nun wirklich nicht sagen. Sie fressen und schlafen zwar, aber sie warten nur darauf, dass jemand am Gitter vorbei kommt, dem sie ihren Frust zähnefletschend und laut bellend zeigen können. Sie beruhigen sich nicht, denn sie wollen ja hier raus!

Alles was wir tun können, ist, den Stress auf ein Minimum zu reduzieren. In den Zwingern selbst läuft alles in geordneten Bahnen; das Personal kennen und lieben sie - und sie sind ihr einziger Ansprechpartner in dieser schweren Zeit. Alles was für die Hunde neu ist, wird zähnefletschend verbellt.

Um den Tierheim-Aufenthalt so angenehm (!) wie möglich zu gestalten, sind wir  zu dem Entschluss gekommen, die Hunde nur in Ausnahmefällen zu stören. Wir sind nun mal kein Zoo, wo Tiere gegen eine Eintrittsgebühr von "Jedermann"  besichtigt werden können. Unsere Hunde werden nicht zur Schau gestellt, sondern suchen eine neue Heimat, wo es ihnen besser geht, zumindest aber gleich gut, wie am alten Platz. Dies muss gewährleistet sein, sonst geben wir keinen Hund ab. Unsere Zwingertüre soll die letzte sein, die hinter einem Hund zugemacht werden wird.

Es müssen ausführliche Gespräche mit dem Neubesitzer geführt werden. Stellt sich dabei heraus, dass kein passender Hund im Tierheim sitzt, oder dass gar kein Gespräch zustande kommt,  können wir all' den anderen Hunden den Stress der "Besichtigung" ersparen.   Wir sind der Meinung, dass jeder der Beteiligten daran interessiert sein muss, ein Vermittlungsgespräch zu führen. Der Neubesitzer muss vieles über sein neues Familienmitglied wissen, und auch wir wollen möglichst viel über den neuen Platz erfahren. Nur über diese Schiene kann Hund und Mensch zusammen kommen. Der Hund kann dann seinen neuen Herrn bei einem anschließenden Spaziergang "beschnuppern", und der Mensch kann seinen "Neuen" ein bisschen kennen lernen.

Nachdem wir auf diese Weise schon einige Jahre arbeiten, können wir heute mit Stolz behaupten, dass sich diese Methode auf das beste bewährt hat. Wir haben ausschließlich ruhige und ausgeglichene Hunde und eine Vermittlungs-Rücklaufquote von fast Null!

Tierheimhunde sind Hunde, die...
... unüberlegt angeschafft wurden.
... deren Besitzer irgendwann total überfordert war.
... Scheidungsopfer wurden
... bei einem Umzug nicht mitgenommen wurden
... übrig waren, als der Besitzer starb
... den ganzen Tag alleine gelassen wurden.